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Ratgeber Parkinson

Informationen für Betroffene und Angehörige

Parkinson

Die Parkinsonkrankheit wurde nach James Parkinson benannt, der 1817 eine Abhandlung über die damals noch als Schüttellähmung bekannte Krankheit schrieb. Es handelt sich um eine chronisch fortschreitende und nicht heilbare Krankheit des Gehirns.

Symptome

Ein erstes Anzeichen für eine Parkinson-Erkrankung ist z. B. das fehlende Mitschwingen eines Arms beim Gehen. Hinzu können später alle Symptome kommen, die die Motorik betreffen, also Zittern, Bewegungsstörungen wie Schlurfen oder Bewegungsarmut. Auch das Sprachvermögen und die Mimik können beeinträchtigt sein sein. Außerdem können sog. fakultative Symptome auftreten, also Symptome, die nicht unbedingt in Erscheinung treten müssen. Zu diesen gehören z. B. eine vermehrte Talgproduktion, Kreislaufstörungen, Blutdruckschwankungen, Blasen- und Darmstörungen, Potenzstörungen oder psychische Veränderungen. Letztere lassen sich ebenfalls auf den Dopaminmangel zurückführen (Dopamin ist auch als sog. „Glückshormon“ bekannt). Im schlimmsten Fall kann es zu Halluzinationen und/oder Verfolgungswahn kommen.

Krankheitsformen

Man unterscheidet vier Gruppen von Parkinson-Syndromen. Das sog. Ideopathische Parkinson-Syndrom ist mit 70–80 % der Fälle die häufigste Form. „Ideopathisch“ bedeutet „ohne erkennbare Ursache“, was die Tatsache beschreibt, dass die Ursachen für diese Erkrankung noch immer ungeklärt sind. Das familiäre Parkinson-Syndrom ist vererbbar und tritt relativ selten auf. Des Weiteren können verschiedene Auslöser zu einem sog. sekundären oder symptomatischen Parkinson-Syndrom führen. Das können z. B. verschiedene Gefäßerkrankungen, Unfälle mit Hirnverletzungen oder diverse Nervengifte (z. B. Kohlenmonoxid) sein. Aber auch Entzündungen im Gehirn infolge einer Enzephalitis oder einer HIV-Infektion können eine Parkinson-Erkrankung nach sich ziehen. Kommt es aufgrund von anderen neurologischen Erkrankungen zu den gleichen Symptomen wie bei einer Parkinson-Erkrankung, so spricht man von einem sog. atypischen Parkinson-Syndrom.

Zahlen und Fakten

Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 50. und dem 60. Lebensjahr. In extrem seltenen Fällen kann eine Parkinson-Erkrankung bereits vor dem 40. Lebensjahr auftreten. Die Manifestationsrate steigt bis zum 75. Lebensjahr an, danach nimmt sie wieder ab. In Deutschland gibt es etwa 300.000–400.000 Betroffene.

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Parkinson-News von Curado.de

  • Test für Parkinsonkranke 22.08.2010
    Mit einem Zeichentest, den Parkinsonkranke an vier Tagen hintereinander zu Hause durchführen, hoffen Mediziner der Ruhr-Universität die Wirksamkeit der Therapie besser überprüfen zu können, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".